Psychiater in Deutschland
Psychiater sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie.
Die Lehre und Wissenschaft der Psychiatrie umfasst die Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge der Erkrankungen der Seele und des Geistes. Hierzu gehören krankhafte Veränderungen der Gefühle, des Denkens, des Gedächtnisses, des Verhaltens und der Stimmung eines Menschen. Das Fachgebiet der Psychiatrie ist in weitere Spezialbereiche unterteilt: Kinder- und Jugendpsychiatrie, forensische Psychiatrie (Psychiatrie im Rechtswesen) und Alterspsychiatrie.
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) stellt die wissenschaftliche Fachorganisation der Psychiater dar, während der Berufsverband Deutscher Psychiater e.V. (BVDP) den Psychiater in der ärztlichen Berufspolitik vertritt. Er arbeitet in großen Krankenhäusern, psychiatrischen Kliniken, beim Gesundheitsamt oder als niedergelassener Arzt in der eigenen Praxis.
Um in Deutschland als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie anerkannt zu werden, benötigt man zusätzlich zu einem abgeschlossenen Medizinstudium eine Weiterbildung, die in fünf Jahren absolviert werden kann. Hierbei durchläuft der angehende Psychiater innerhalb von vier Jahren Stationen in der Psychiatrie und Psychotherapie sowie ein Jahr in der Neurologie (Nervenheilkunde). Darüber hinaus ist es erforderlich, den Nachweis über festgelegte Untersuchungs- und Therapieformen zu erbringen, sowie eine mündliche Prüfung abzulegen.
Berufsfeld des Psychiaters
Zum Tätigkeitsfeld des Psychiaters zählen Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von seelischen, geistigen und psychosomatischen (körperliche Krankheiten, die auf seelische Erkrankungen zurückzuführen sind) Störungen seiner Patienten. Hierzu gehören Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen, Zwangshandlungen, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Depression, Demenz und Psychosen, um einige aufzuführen.
Bezüglich der Arbeitsmethoden und Therapieformen des Psychiaters sind besonders die Anamnese (ausführliche Befragung des Patienten, auch nach der Krankheitsvorgeschichte), medikamentöse Behandlung, physikalische Therapie, Entspannungsverfahren, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Einzel- oder Gruppengespräche und Verhaltensschulung zu nennen.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 29.04.2010
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.